Wiener Derby
Ausverkaufte Generali-Arena, kalte Temperaturen, aufgeheizte Stimmung:
Das 348. Wiener Derby bot vom Anpfiff an die typische Mischung aus Intensität, Rivalität und Erwartungshaltung.

Der erste Wendepunkt – Effizienz im richtigen Moment
Nach einer Viertelstunde nutzte Johannes Eggestein einen Fehler im Rapid-Aufbau eiskalt und traf per Halbvolley ins kurze Eck (15.). Ein Moment, der sich auch fotografisch klar abzeichnete: konzentrierte Körpersprache, schnelle Reaktion, entschlossener Abschluss.

Das zweite Tor – Präzision statt Hektik
In Minute 34 erhöhte Reinhold Ranftl nach starker Vorarbeit von Eggestein auf 2:0. Während Rapid mehr Ballbesitz verzeichnete, wirkte die Austria zielstrebiger und strukturierter in ihren Offensivaktionen. Die Defensive der Gastgeber agierte kompakt und diszipliniert.

Zweite Halbzeit – viel Ball, wenig Gefahr
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Spielbild nur bedingt. Rapid versuchte über Ballzirkulation Druck aufzubauen, blieb jedoch im entscheidenden Moment zu unpräzise. Einzelaktionen – etwa ein Abschluss von Bendeguz Bolla – blieben Ausnahmen.
Die Austria verwaltete das Ergebnis souverän, ohne unnötiges Risiko einzugehen.

Derby-Atmosphäre und Unterbrechung
In der 90. Minute wurde die Partie nach pyrotechnischen Vorfällen aus dem Gästesektor unterbrochen. Schiedsrichter Markus Hameter schickte beide Mannschaften für rund zehn Minuten in die Kabinen. Nach Wiederaufnahme wurde das Spiel regulär beendet.
Die Szene zeigte einmal mehr, wie eng Leidenschaft und Verantwortung im Derbykontext beieinanderliegen.

Ein Derby mit klarer sportlicher Linie
Sportlich war die Begegnung früh entschieden. Die Austria agierte effizient, defensiv stabil und taktisch diszipliniert. Rapid blieb bemüht, fand jedoch keine ausreichenden Mittel, um das Spiel zu drehen.

Das 348. Wiener Derby war geprägt von Intensität, klaren Momenten und einer frühen sportlichen Entscheidung. Die Austria nutzte ihre Chancen konsequent, Rapid blieb trotz Phasen mit mehr Ballbesitz ohne Durchschlagskraft. Die Ereignisse in der Schlussphase trübten einen atmosphärisch starken Fußballabend, ändern jedoch nichts an der klaren sportlichen Linie dieser Begegnung.
Endstand: V2:0 (2:0)
Tore: 1:0 Eggestein (15.), 2:0 Ranftl (34.)
Zuschauer: 15.600 (ausverkauft, Generali-Arena)
Links:
Bericht FK Austria Wien,
Bericht SK Rapid Wien
Aufgenommen im Rahmen redaktioneller und künstlerischer Arbeit.
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© GRIPcapture – The Art of Racing Captured.
Andrea Kurz
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