ICE Hockey League
Vienna Capitals vs Graz99ers


Die Wiener starten effizient, verlieren im Mittelabschnitt jedoch die Kontrolle über das Spiel. Graz dreht die Partie mit Geduld und Konsequenz – und fixiert damit vorzeitig das Ticket für die Champions Hockey League.

Vienna Capitals verlieren 2:5 gegen Graz99ers – 2:0-Führung reicht nicht in der STEFFL Arena


Prominenter Auftakt: Ehrenbully durch Mika Häkkinen

Bereits vor Spielbeginn sorgte ein besonderer Gast für Aufmerksamkeit: Der zweifache Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen führte den Ehrenbully durch und wurde vom Wiener Publikum mit großem Applaus empfangen. Motorsport und Eishockey trafen in diesem Moment symbolisch aufeinander – Geschwindigkeit, Präzision und mentale Stärke verbinden beide Disziplinen.

Capitals mit Traumstart
Die Hausherren erwischten einen perfekten Beginn. Nach einem Schuss von Randy Gazzola fälschte Jérémy Grégoire die Scheibe unhaltbar zur 1:0-Führung ab (7.).
Nur wenige Minuten später nutzten die Capitals ein Powerplay eiskalt aus: Zane Franklin reagierte im Slot am schnellsten und stellte auf 2:0 (11./PP1).
Doch Graz zeigte sich unbeeindruckt. Kevin Conley verkürzte nach idealem Zuspiel per Alleingang auf 1:2 (13.) und brachte die Steirer noch vor der ersten Pause zurück ins Spiel.

Graz übernimmt im Mitteldrittel
Im zweiten Abschnitt kippte die Partie zunehmend zugunsten der Gäste. Die 99ers wirkten strukturierter im Aufbau, gewannen mehr Zweikämpfe und erhöhten den Druck.
Lukas Haudum verwertete ein präzises Zuspiel von Conley zum 2:2-Ausgleich (30.). Die Capitals ließen die Situation prüfen, doch der Treffer wurde anerkannt.
Kurz vor Drittelende sorgte Michael Schiechl für die erstmalige Führung der Grazer: Der Routinier umkurvte das Tor und traf zum 3:2 (38.).

Entscheidung im Schlussabschnitt
Im letzten Drittel versuchten die Wiener nochmals, das Momentum zurückzuholen, scheiterten jedoch mehrfach an 99ers-Goalie Maxime Lagace oder am Aluminium.
In der 51. Minute sorgte Nico Feldner nach einem schnellen Gegenstoß für die Vorentscheidung zum 4:2. Trotz Empty-Net-Versuch und Timeout der Capitals fixierte Schiechl mit seinem zweiten Treffer ins leere Tor den 5:2-Endstand (60./EN).

Stimmen zum Spiel
Caps-Headcoach Kevin Constantine zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch:
Man habe stark begonnen, jedoch nach dem Anschlusstreffer den Rhythmus verloren. Graz sei im zweiten und dritten Drittel das etwas bessere Team gewesen und habe die Führung konsequent verteidigt.

Spielübersicht

Vienna Capitals – Moser Medical Graz99ers 2:5 (2:1, 0:2, 0:2)
Tore Capitals:
Grégoire (7.), Franklin (11./PP1)
Tore Graz:
Conley (13.), Haudum (30.), Schiechl (38., 60./EN), Feldner (51.)