Starker Beginn reicht nicht: Österreich unterliegt Spanien in der EM-Qualifikation
Women’s EHF EURO 2026 Qualifikation
04.03.2026 | Sport Arena Wien
Vor einer Rekordkulisse von 2.541 Zuschauer:innen lieferten Österreichs Handballerinnen in der Wiener Sport Arena lange eine starke Vorstellung ab, mussten sich am Ende jedoch Spanien mit 24:29 (12:10) geschlagen geben. Besonders eine überzeugende erste Halbzeit ließ das Team von Monique Tijsterman auf einen weiteren Erfolg in der EM-Qualifikation hoffen, doch nach der Pause kippte das Spiel zugunsten der erfahrenen Ibererinnen.
Österreich startet mutig und defensiv stark
Von Beginn an zeigte die ÖHB-Auswahl eine konzentrierte Leistung in der Defensive. Spanien tat sich schwer, Lücken in der kompakt stehenden österreichischen Abwehr zu finden und scheiterte mehrfach an einer stark aufgelegten Lena Ivancok im Tor.
Der erste Treffer der Partie ließ zwar einige Minuten auf sich warten, doch danach fand Österreich immer besser ins Spiel. Angeführt von einer stabilen Abwehr und geduldig aufgebauten Angriffen erspielte sich Rot-Weiß-Rot eine Führung, die zwischenzeitlich auf vier Tore anwuchs (10:6).
Auch wenn einige Chancen ungenutzt blieben, ging Österreich mit einer verdienten 12:10-Führung in die Halbzeitpause.
Spanien dreht nach der Pause auf
Der zweite Durchgang begann zunächst vielversprechend für die Gastgeberinnen – Johanna Reichert stellte kurz nach Wiederanpfiff auf 13:10. Doch Spanien erhöhte anschließend deutlich das Tempo und stellte die österreichische Offensive mit einer aggressiveren Deckung vor große Probleme.
Innerhalb weniger Minuten kippte das Spiel. Beim 15:15 (37.) war der Ausgleich hergestellt, wenig später lagen die Gäste erstmals vorne. Ein spanischer Lauf brachte schließlich eine 17:15-Führung, die bis in die Schlussphase weiter ausgebaut wurde.
Zusätzlich geriet Österreich durch mehrere Zweiminutenstrafen unter Druck, wodurch Spanien das Spiel kontrollieren konnte.
Kampfgeist bis zum Schluss
Trotz des Rückstands gab sich die junge österreichische Mannschaft nicht auf und kämpfte sich mehrmals wieder auf drei Tore heran. Doch die routinierte spanische Auswahl ließ sich die Führung nicht mehr nehmen und setzte sich schließlich mit 29:24 durch.
Beste Werferin auf österreichischer Seite war Ines Ivancok-Soltic mit sieben Treffern, während Lena Ivancok im Tor mit zahlreichen Paraden lange ein entscheidender Rückhalt war.
EM-Qualifikation weiter offen
Trotz der Niederlage bleibt Österreich in Gruppe 6 weiterhin auf Kurs Richtung Women’s EHF EURO 2026. Mit vier Punkten aus drei Spielen rangiert das Team hinter Spanien auf Rang zwei der Tabelle.
Bereits am Samstag (7. März, 19:30 Uhr) kommt es in Algeciras zum Rückspiel gegen Spanien – mit der Chance, die starke erste Halbzeit aus Wien über die gesamte Spielzeit zu bestätigen.
Endstand: Österreich – Spanien 24:29 (12:10)
Spielort: Sport Arena Wien
Zuschauer: 2.541
