Bild zum Bericht „OFFROAD-DAY 2026 in Aspang: 4x4-Abenteuer auf 450.000 Quadratmetern“ – GRIPcaptureZwischen Sand, Schotter und extremen Steilhängen suchten sich Fahrer und Fahrzeuge ihre ganz eigenen Herausforderungen.

Am 26. September feierte der OFFROAD-DAY von Allradfreigang seine Premiere. Das neue Herbstformat sollte vor allem eines bieten: möglichst viel Zeit zum Fahren. Anders als beim bekannten Allradfreigang-Festival stand damit nicht ein umfangreiches Rahmenprogramm, sondern das eigentliche Offroad-Erlebnis im Mittelpunkt. Auch in externen Veranstaltungskalendern wurde der Termin als erstmaliger eigener Offroad-Tag außerhalb des traditionellen Frühjahrstermins angekündigt. Off Road

Schon der erste Blick über das Gelände machte deutlich, dass dieser Tag anders werden würde als eine klassische Motorsport- oder Offroad-Veranstaltung. Statt einer festgelegten Strecke erstreckten sich Fahrwege, Abzweigungen, Steigungen und unterschiedlichste Passagen über mehrere Ebenen des riesigen Abbauareals.

Genau darin lag das Konzept: fahren, entdecken und selbst entscheiden, welche Herausforderung als Nächstes wartet.

Bei durchgehend schönem Wetter verteilten sich nach Eindruck von GRIPcapture deutlich über hundert Fahrzeuge über das Gelände. Da uns keine bestätigte Teilnehmerzahl vorliegt, verzichten wir bewusst auf eine exakte Angabe. Vom weitgehend seriennahen Geländewagen über aufwendig umgebaute Offroader und ältere Allradklassiker bis zu Spezial- und Eigenbauten war eine enorme Bandbreite vertreten.

Kein Rundkurs – jeder sucht seinen eigenen Weg

Wer eine klassische Offroad-Runde erwartete, auf der ein Fahrzeug nach dem anderen dieselben Hindernisse passiert, wurde schnell eines Besseren belehrt. Einen festen Rundkurs gab es nicht. Die Fahrer konnten das weitläufige Gelände erkunden und selbst entscheiden, welche Wege und Passagen zu ihrem Fahrzeug und ihrem eigenen Anspruch passten.

Breitere Schotterwege ermöglichten entspanntes Fahren durch das Areal. Nur wenige Meter weiter warteten tiefe Rinnen, starke Verschränkungen oder Auffahrten, bei denen bereits der Blick nach oben Respekt einflößte.

Genau diese Freiheit machte den Reiz des Tages aus. Niemand musste beweisen, dass er den schwierigsten Hang bezwingen konnte. Wer wollte, erkundete das Gelände gemütlich. Wer die Herausforderung suchte, fand davon allerdings reichlich.Bild zum Bericht „OFFROAD-DAY 2026 in Aspang: 4x4-Abenteuer auf 450.000 Quadratmetern“ – GRIPcapture

Wenn der Hang plötzlich zur Wand wird

Vor allem die Steilauffahrten entwickelten sich zu einem der spektakulärsten Schauplätze des Tages.

Der lose Sand- und Schotteruntergrund verlangte nach Traktion, einer guten Linienwahl und dem richtigen Gefühl am Gas. Manche Fahrzeuge arbeiteten sich scheinbar unbeirrt bis über die obere Kante. Bei anderen endete der Versuch einige Meter vorher – dann hieß es, kontrolliert rückwärts hinunter und gegebenenfalls einen neuen Anlauf wagen.

Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich Fahrzeugkonzepte im schweren Gelände funktionieren. Allradantrieb allein war keine Garantie dafür, jede Passage zu meistern. Bereifung, Bodenfreiheit, Verschränkung, Differenzialsperren, Linienwahl und nicht zuletzt der Fahrer spielten zusammen.

Auffällig stark präsentierten sich einige ältere, entsprechend vorbereitete Geländewagen. Auch ältere Jeeps mussten sich zwischen jüngeren Fahrzeugen keineswegs verstecken und zeigten auf dem losen Untergrund eindrucksvoll, was klassische Geländetechnik leisten kann.Bild zum Bericht „OFFROAD-DAY 2026 in Aspang: 4x4-Abenteuer auf 450.000 Quadratmetern“ – GRIPcaptureMUD CAT: gebaut für genau solche Tage

Zu den absoluten Hinguckern gehörte der MUD CAT.

Mit einem normalen Geländewagen hatte die schwarz-grüne Konstruktion nur noch wenig gemeinsam. Der komplette Eigenbau seines Fahrers wurde konsequent für schweres Gelände entwickelt: Rohrrahmen, riesige Geländereifen, enorme Bodenfreiheit und ein Fahrwerk, das bereits im Stand verriet, wofür dieses Fahrzeug gebaut wurde.

Für den entsprechenden Vortrieb sorgte ein leistungsstarker Corvette-Motor.

Und der MUD CAT lieferte nicht nur optisch eine Show. Während einige Fahrzeuge an besonders schwierigen Auffahrten mehrere Versuche benötigten oder umdrehen mussten, gehörte der Eigenbau zu jenen Fahrzeugen, die an diesem Tag beinahe jeden Hang bewältigten.

Auch weitere speziell für schweres Gelände aufgebaute Fahrzeuge zeigten eindrucksvoll, was möglich wird, wenn Alltagstauglichkeit bei der Konstruktion keine große Rolle mehr spielt.

Bild zum Bericht „OFFROAD-DAY 2026 in Aspang: 4x4-Abenteuer auf 450.000 Quadratmetern“ – GRIPcaptureManchmal gewinnt trotzdem das Gelände

Wo Fahrzeuge und Fahrer ihre Grenzen ausloten, geht nicht jeder Versuch wie geplant aus.

Tiefe Rinnen brachten Fahrzeuge in starke Schräglagen, an manchen Auffahrten ging plötzlich nichts mehr weiter und vereinzelt landeten Geländewagen auch auf der Seite. Selbst Veranstalter Felix blieb von den Tücken des Geländes nicht verschont: Auch sein Toyota fand sich nach einer anspruchsvollen Passage vorübergehend in Seitenlage wieder.

Solche Situationen gehörten ebenso zum Tag wie erfolgreiche Auffahrten. Immer wieder wurde gemeinsam geschaut, die Lage beurteilt und nach einer Lösung gesucht. Für schwierigere Fälle stand zudem schweres Gerät bereit.

Bild zum Bericht „OFFROAD-DAY 2026 in Aspang: 4x4-Abenteuer auf 450.000 Quadratmetern“ – GRIPcaptureEin Tatra fürs Grobe

Kaum zu übersehen war der orange dreiachsige Tatra der Firma Pirker Bewegungstechnik

Der schwere LKW mit Ladekran war nicht nur ein imposanter Blickfang zwischen den deutlichen kleineren Geländewagen.

Pirker Bewegungstechnik nutzte den OFFROAD-DAY gezielt, um das Fahrzeug unter anspruchsvollen Bedingungen zu bewegen und seine Möglichkeiten im schweren Gelände noch besser kennenzulernen.

Das hat einen ganz praktischen Hintergrund: Das Unternehmen ist unter anderem auf Einsätze im Energiesektor sowie auf Arbeiten in schwer zugänglichen Gelände spezialisiert. Genau dort müssen Fahrzeug und Fahrer dann auch zuverlässig funktionieren, wenn befestigte Wege nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die unterschiedlichen Steigungen, der lose Untergrund und die Anspruchsvollen Passagen des weitläufigen Areals boten deshalb ideale Bedingungen, um weitere Erfahrungen mit dem Tatra zu sammeln und Fähigkeiten für künftige Kundeneinsätze auszubauen.

Dass der Dreiachser dabei nicht nur zum Üben unterwegs war, zeigte sich im Laufe des Tages ebenfalls: Wenn andere Teilnehmer in tiefen Rinnen festsaßen oder aus einer schwierigen Situation nicht mehr aus eigener Kraft herauskamen, konnte der Tatra bei der Bergung unterstützen.

So wurde aus einem der auffälligsten Fahrzeuge der OFFROAD-DAY gleichzeitig ein Bespiel dafür, dass Erfahrung aus dem Offroad-Gelände auch einen ganz konkreten beruflichen nutzen haben können.

Bild zum Bericht „OFFROAD-DAY 2026 in Aspang: 4x4-Abenteuer auf 450.000 Quadratmetern“ – GRIPcaptureVom Spezialumbau bis zum Golfcar

Doch gerade die Vielfalt machte den OFFROAD-DAY aus.

Neben klassischen Geländewagen und kompromisslosen Eigenbauten waren ungewöhnliche Nutz- und Spezialfahrzeuge unterwegs. Und manchmal musste es weder groß noch besonders leistungsstark sein.

Einer der sympathischsten Hingucker war ein umgebautes Golfcar mit österreichischer Flagge.

Der ursprüngliche Elektroantrieb war einem Vario-Rollermotor gewichen, der beim Gasgeben automatisch startete. Überraschend dabei: Der Verbrennungsmotor arbeitete so leise, dass man ihn im Vorbeifahren kaum wahrnahm.

Für die extremen Steilauffahrten reichten die Möglichkeiten des kleinen Gefährts zwar nicht aus. Bergab sah die Sache anders aus – dort wagte sich der Fahrer auch über erstaunlich steile Passagen.

Bild zum Bericht „OFFROAD-DAY 2026 in Aspang: 4x4-Abenteuer auf 450.000 Quadratmetern“ – GRIPcaptureOffroad funktioniert auch im Kleinformat

Selbst damit war die Bandbreite noch nicht ausgeschöpft.

Zwischen den großen Fahrzeugen tauchten immer wieder kleine ferngesteuerte Offroader auf. Mehrere RC-Fans nutzten Sand, Schotter und Böschungen für ihre eigenen Geländetouren.

Was bei den großen 4x4 aus Traktion, Verschränkung und der Suche nach der richtigen Linie bestand, funktionierte einige Nummern kleiner erstaunlich ähnlich.

Ein schönes Detail eines Tages, an dem die Begeisterung fürs Gelände offensichtlich nicht von der Größe des Fahrzeugs abhängig war.

Bild zum Bericht „OFFROAD-DAY 2026 in Aspang: 4x4-Abenteuer auf 450.000 Quadratmetern“ – GRIPcapture450.000 Quadratmeter Freiheit

Laut Veranstalter umfasst das Offroad-Areal rund 450.000 Quadratmeter. Erst aus der Distanz wurde wirklich sichtbar, was diese Zahl bedeutet: Ebenen, Wege und Abbauflächen erstreckten sich weit über das Gelände. Fahrzeuge verschwanden hinter Geländekanten, tauchten auf einer anderen Ebene wieder auf oder suchten sich irgendwo in der Ferne bereits die nächste Auffahrt.

Dadurch entstand ein Veranstaltungstag ohne vorhersehbaren Ablauf. Während an einer Stelle gerade ein Fahrzeug einen Steilhang bezwang, spielte sich einige hundert Meter entfernt bereits die nächste interessante Szene ab.

Aber genau das gehörte zum Charakter dieses Formats.

Es gab nicht die eine Strecke und nicht das eine Hindernis, an dem sich alle messen mussten.

Jeder konnte seinen eigenen OFFROAD-DAY erleben.

Bild zum Bericht „OFFROAD-DAY 2026 in Aspang: 4x4-Abenteuer auf 450.000 Quadratmetern“ – GRIPcaptureZwölf Stunden Offroad statt Rundenzeiten

Die Tore öffneten laut Veranstalter um 8 Uhr, insgesamt waren zwölf Stunden Fahrzeit bis 20 Uhr vorgesehen. Wer anschließend nicht nach Hause fahren wollte, konnte direkt am Gelände campieren.

Als am späten Nachmittag die Sonne hinter den umliegenden Bergen verschwand, lagen bereits viele Stunden im Gelände hinter den Teilnehmern.

Zurück blieb der Eindruck eines Veranstaltungsformats, das vor allem eines in den Mittelpunkt stellte: das Fahren selbst.

Keine Jagd nach Rundenzeiten. Kein Zwang, den schwierigsten Hang zu bezwingen. Kein vorgeschriebener Weg.

Stattdessen ein riesiges Gelände, unterschiedlichste Fahrzeuge und die Möglichkeit herauszufinden, was Mensch und Maschine gemeinsam schaffen.

Vom klassischen Geländewagen über den Corvette-befeuerten MUD CAT und den mächtigen Tatra bis zum Golfcar mit Österreich-Flagge hatte dabei jeder seine ganz eigene Vorstellung davon, wie Offroad aussehen kann.

Und vielleicht lässt sich der erste OFFROAD-DAY am besten mit einem Satz zusammenfassen:

Ein riesiger Spielplatz für alle, denen eine asphaltierte Straße manchmal einfach zu langweilig ist.

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Fotos & Bericht: GRIPcapture
RACE HARD. WE’LL CAPTURE THE MOMENT.

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