Das Supermoto-Finale am 19. und 20. September 2026 brachte volle Starterfelder, internationale Beteiligung und emotionale Entscheidungen an den Wachauring.
Neben dem G-Cup wurden in Melk die Rennen der österreichischen Staatsmeisterschaft sowie Läufe der tschechischen und ungarischen Meisterschaft ausgetragen. Bei idealem Rennwetter und vor zahlreichen Zuschauern wurde in den verschiedenen Klassen um die letzten Punkte der Saison gekämpft. Im Mittelpunkt standen der Titelgewinn von Andreas Buschberger, spannende Nachwuchsrennen und der Abschied von Rudi Bauer aus dem aktiven Rennsport.
Andreas Buschberger sichert sich den Staatsmeistertitel
Andreas Buschberger kam als Führender der österreichischen Staatsmeisterschaft nach Melk und machte bereits im ersten Lauf alles klar. Der Husqvarna-Pilot gewann das Rennen vor Milan Sitniansky und Thomas Hiebl. Mit seinem achten Laufsieg der Saison sicherte er sich vorzeitig den Staatsmeistertitel 2026.
Im zweiten Lauf übernahm Milan Sitniansky die Spitze und gewann vor Balázs Surányi. Buschberger beendete das Rennen auf dem dritten Platz und krönte damit eine überaus erfolgreiche Saison.
In der Endabrechnung gewann Andreas Buschberger die Staatsmeisterschaft mit 238 Punkten. Rudi Bauer belegte mit 201 Punkten den zweiten Platz, gefolgt von Balázs Surányi mit 189 Punkten. Thomas Hiebl wurde Vierter, Lukas Schneider und Markus Larcher komplettierten die ersten sechs Plätze.
Rudi Bauer beendet seine aktive Karriere
Das Finale am Wachauring markierte zugleich das Ende einer außergewöhnlichen Supermoto-Karriere. Rudi Bauer verabschiedete sich nach rund zwei Jahrzehnten aus dem aktiven Rennsport – standesgemäß als Vizestaatsmeister der Königsklasse S1.
Nach seiner Rückkehr in die österreichische Staatsmeisterschaft gewann Bauer von 2021 bis 2023 drei Titel in Folge. Im Jahr 2024 wurde er Vize-Staatsmeister und feierte mit dem österreichischen Team den Vizeweltmeistertitel. Nach Gesamtrang fünf im Jahr 2025 beendete er seine letzte Saison erneut auf dem zweiten Platz der Staatsmeisterschaft.
Beim Finale erreichte Bauer die Plätze fünf und vier. Sein sportlicher Abschied wurde jedoch zu einem der emotionalsten Momente des gesamten Wochenendes: Mit einer österreichischen Fahne ging er auf eine letzte Ehrenrunde über den Wachauring. Das gesamte Fahrerfeld seiner Klasse folgte ihm über die Strecke und erwies damit einem Fahrer die Ehre, der den österreichischen Supermoto-Sport über viele Jahre entscheidend mitgeprägt hat.
Unverwechselbar war vor allem sein spektakulärer Fahrstil. Als einer der letzten großen „Oldschool-Drifter“ begeisterte Bauer das Publikum weit über die österreichischen Rennstrecken hinaus. Gleichzeitig wurde er für viele jüngere Fahrer zum Mentor und Vorbild.
Als Gründe für seinen Rücktritt nennt Bauer die zuletzt fehlende Zeit und den etwas zu kurz gekommenen Spaß am Rennsport auf diesem hohen Niveau. Der Motorsport werde dennoch immer ein Teil seines Lebens bleiben. Nach drei Staatsmeistertiteln, zwei Vizetiteln und zahlreichen nationalen sowie internationalen Erfolgen beginnt für ihn nun ein neues Kapitel.
Mark Szabo gewinnt den Titel in der 85-ccm-Klasse
Auch in der 85-ccm-Staatsmeisterschaft wurden die letzten Entscheidungen der Saison ausgetragen. Mark Szabo bestätigte nach einer konstanten und starken Saison seine Spitzenposition und sicherte sich den Meistertitel.
Sebastian Schnaitmann begann das Finale mit dem zweiten Platz im Zeittraining. Nach einem schwierigen Start in den ersten Lauf fiel er zunächst auf Rang fünf zurück, arbeitete sich im Verlauf des Rennens jedoch wieder nach vorne und überquerte die Ziellinie als Zweiter.
Auch im zweiten Rennen verlor Schnaitmann beim Start einige Positionen. Er kämpfte sich erneut an die Spitzengruppe heran, fand hinter dem stark fahrenden Lukas Kraus jedoch keinen Weg mehr vorbei. Hinter Mark Szabo und Kraus erreichte er den dritten Platz.
Mit den Rängen zwei und drei wurde Schnaitmann Dritter der Tageswertung. In der österreichischen Staatsmeisterschaft beendete er die Saison als Vize-Staatsmeister hinter Mark Szabo.
Volle Klassen und internationales Starterfeld
Das Finale brachte Fahrerinnen und Fahrer aus Österreich, Deutschland, Tschechien und Ungarn an den Wachauring. Bereits vor dem Wochenende waren die Trainingsplätze der Klassen Beginner, Elite und Street vollständig vergeben.
Vom Nachwuchs auf den kleinen Motorrädern bis zu den leistungsstarken Maschinen der Königsklasse bot das Wochenende ein umfangreiches Rennprogramm. Der Wechsel zwischen Asphalt und Offroad, harte Bremsmanöver, enge Zweikämpfe und die charakteristischen Supermoto-Drifts sorgten noch einmal für intensive Rennaction zum Abschluss der Saison.
Mit vollen Starterfeldern, perfektem Wetter, zahlreichen Besuchern und spannenden Entscheidungen bot Melk einen würdigen Abschluss der Supermoto-Saison 2026.
GRIPcapture-Fotogalerie vom Finale in Melk
GRIPcapture begleitete das Rennwochenende am Wachauring fotografisch. Die vollständige Eventgalerie mit den Bildern aus den verschiedenen Klassen ist verfügbar. - Link nach dem Artikel
Die offiziellen Resultate sämtlicher Klassen sind über die Zeitnahme von Live Results abrufbar.
Ein besonderer Dank gilt Supermoto Austria, den Verantwortlichen am Wachauring, allen Streckenposten, Helfern, Teams und Beteiligten, die dieses große Saisonfinale ermöglicht haben.






