Bei hochsommerlichen Temperaturen kämpften Fahrerinnen und Fahrer aus dem In- und Ausland in zehn Klassen um Siege, Meisterschaftspunkte und persönliche Bestleistungen. 

Die kompakte Strecke verlangte höchste Konzentration: harte Bremsmanöver, schnelle Richtungswechsel, enge Zweikämpfe und der charakteristische Wechsel zwischen Asphalt und Offroad sorgten für abwechslungsreiche Rennen. Trotz der großen Hitze bot das gesamte Teilnehmerfeld an beiden Tagen engagierten und sehenswerten Supermoto-Sport.

Buschberger baut seine Meisterschaftsführung aus

In der Königsklasse S1 Staatsmeisterschaft setzte Andreas Buschberger seine erfolgreiche Saison fort. Der Husqvarna-Pilot vom MSV Schwanenstadt gewann beide Läufe und sicherte sich mit der maximalen Ausbeute von 50 Punkten den Tagessieg.

Im ersten Rennen folgten Rudi Bauer und Thomas Hiebl auf den weiteren Plätzen. Im zweiten Lauf entwickelte sich insbesondere zwischen Buschberger und Hiebl ein spannender Kampf. Hiebl belegte diesmal Rang zwei vor Bauer und sicherte sich damit aufgrund des besseren Ergebnisses im zweiten Lauf auch den zweiten Platz der Tageswertung. Beide beendeten das Wochenende mit jeweils 42 Punkten.

Hinter dem Spitzentrio folgten Balazs Suranyi, Raphael Schneider und Markus Larcher. In der Meisterschaft baute Buschberger seine Führung weiter aus. Nach dem vierten Rennwochenende hält er bei 193 Punkten und liegt vor Rudi Bauer mit 167 sowie Balazs Suranyi mit 149 Punkten.

Spannende Entscheidungen im G-Cup und Nachwuchs

Auch in den weiteren Klassen wurde um jeden Punkt gekämpft. In der 85ccm-Klasse lagen die ersten fünf Fahrer am Ende innerhalb eines einzigen Punktes. Sebastian Schnaitmann gewann die Tageswertung mit 41 Punkten. Dahinter erreichten Mark Szabo, Isa Neurauter, Lukas Kraus und Martin Hollas jeweils 40 Punkte – über die endgültige Reihenfolge entschieden die besseren Platzierungen im zweiten Lauf.

In der 65ccm-Klasse blieb Max Hönigsberger mit zwei Laufsiegen ungeschlagen. Aron Sitran und Matej Hollas folgten mit jeweils 42 Punkten auf den Plätzen zwei und drei. Bei den jüngsten Teilnehmern der 50ccm-Klasse setzte sich David Mayregger vor David Kirchpal und Dominik Szibilla durch.

Maximilian Probst dominierte die Klasse Amateure Beginner mit zwei Siegen, während Martin Wasinger in der Amateure Elite ebenfalls die maximale Punktezahl erreichte. Christopher Steiner gewann beide Rennen der S3 Junioren. Johann Schruf entschied die Street-Klasse für sich und erreichte zusätzlich Rang drei bei den U50 Gentlemen. Florian Eder feierte den Tagessieg bei den U40 Crazy Old Boys und belegte in der Street-Klasse den zweiten Gesamtrang.

Vater und Sohn, verbunden durch dieselbe Leidenschaft

Eine besondere Geschichte des Rennwochenendes schrieben Alessio und Aron Sitran aus Italien. Während Aron mit der Startnummer 47 den zweiten Gesamtrang in der 65ccm-Klasse erreichte, trat sein Vater Alessio mit der Nummer 45 in der Street-Klasse an. Mit zwei vierten Plätzen und insgesamt 38 Punkten beendete er den Renntag auf dem vierten Gesamtrang.

Alessio Sitran ist Gründer von SPS Factory und für das Design und die Entwicklung der Komponenten verantwortlich. Dabei fließen auch die Erfahrungen der unterstützten Teams und Fahrer unmittelbar in die Entwicklungsarbeit ein. Das italienische Unternehmen hat sich auf Supermoto-Umbauten spezialisiert – von Gabelbrücken, radialen Gabelfüßen, Rädern und Bremssystemen bis zu zahlreichen weiteren Komponenten.

Arons KTM 65 SX war in Bad Fischau mit zwei 12-Zoll-Rädern und einem leistungsfähigen Bremssystem ausgestattet. Wesentlich umfangreicher fiel der Aufbau von Alessios Ducati 450 Desmo MX aus: Öhlins-by-Andreani-Fahrwerk, SPS-Gabelbrücken, ein komplettes SPS-Biting-Doppelscheiben-Bremssystem, eine einstellbare SPS-Supermoto-Umlenkung, Titan-Komponenten und zweifarbige Alpina-Räder – kombiniert mit dem serienmäßigen Motor.

„Jedes Detail wird entwickelt, getestet und freigegeben, bevor es in Produktion geht. Alles muss funktionieren und die Leistung des Motorrads in der Supermoto-Konfiguration verbessern“, erklärt Alessio Sitran.

Noch wichtiger als die Technik ist für ihn jedoch das gemeinsame Erlebnis mit seinem Sohn:

„Es ist fantastisch, gemeinsam mit ihm Rennen fahren zu können, ihn aufwachsen zu sehen und dieselbe Leidenschaft zu teilen. Vor allem kann ich ihm zeigen, dass Kampfgeist und voller Einsatz zu großer Zufriedenheit und guten Ergebnissen führen.“

Auch die Veranstaltung in Bad Fischau hinterließ bei der Familie einen bleibenden Eindruck. Alessio beschreibt das Wochenende als familiär, herzlich und hervorragend organisiert. Der Empfang habe ihnen das Gefühl gegeben, zu Hause zu sein. Die spürbare Leidenschaft innerhalb der österreichischen Supermoto-Gemeinschaft weckte zugleich den Wunsch, künftig an weiteren Läufen der Meisterschaft teilzunehmen.

Österreichs Junioren mit Blick auf die Weltmeisterschaft

Der Auftritt in Bad Fischau war für drei Nachwuchsfahrer zugleich ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer großen internationalen Aufgabe: Österreich soll bei der Supermoto of Nations 2026 durch Christoph Steiner (#281), Luca Schnaitmann (#17) und Leon Heinzl (#20) im Juniorenbewerb vertreten werden.

Alle drei Fahrer sind seit Jahren fest im österreichischen Supermoto-Nachwuchs verankert. Christoph Steiner sicherte sich bereits 2025 den österreichischen Staatsmeistertitel in der Klasse S3 Junioren, während auch Luca Schnaitmann und Leon Heinzl regelmäßig zum Spitzenfeld gehörten.

Wie stark das Trio aktuell aufgestellt ist, zeigte sich auch in Bad Fischau: Steiner gewann beide Läufe der S3 Junioren und holte mit 50 Punkten den Tagessieg. Leon Heinzl komplettierte als Dritter das Podium.

Die Supermoto of Nations findet am 26. und 27. September 2026 in St. Wendel in Deutschland statt. Auf dem anspruchsvollen Stadtkurs trifft die österreichische Auswahl auf die besten Nationalteams der internationalen Supermoto-Szene. Für Steiner, Schnaitmann und Heinzl bietet sich damit die Gelegenheit, ihr Können erstmals gemeinsam auf WM-Niveau unter Beweis zu stellen.

GRIPcapture wünscht dem österreichischen Junioren-Team viel Erfolg bei dieser besonderen Aufgabe!

Ein Wochenende, das Supermoto auszeichnet

Bad Fischau zeigte einmal mehr, was den Supermoto-Sport ausmacht: Geschwindigkeit und Präzision auf der Strecke, technische Leidenschaft abseits davon und eine Gemeinschaft, in der Nachwuchsfahrer, Amateure und erfahrene Piloten ein gemeinsames Rennwochenende erleben.

Ein Dank gilt dem gesamten Organisationsteam sowie allen Streckenposten, Helferinnen und Helfern, Zeitnehmern, Teams und Beteiligten, die trotz der hochsommerlichen Bedingungen für einen reibungslosen Ablauf sorgten.

Heat, Speed and Shared Passion: Supermoto in Bad Fischau

On 15 and 16 August 2026, the Motorsportarena Bad Fischau hosted the fourth race weekend of the Austrian Supermoto Championship and the G-Cup. In hot summer conditions, riders from Austria and abroad competed across ten classes for victories, championship points and personal best performances.

The compact circuit demanded complete concentration. Hard braking, rapid changes of direction, close battles and the characteristic transition between asphalt and off-road sections produced two days of varied and exciting Supermoto racing.

Buschberger extends his championship lead

Andreas Buschberger continued his successful season in the premier S1 Austrian Championship class. The Husqvarna rider from MSV Schwanenstadt won both races and secured the overall victory with the maximum score of 50 points.

Rudi Bauer and Thomas Hiebl completed the leading trio in the opening race. The second encounter produced a particularly exciting battle between Buschberger and Hiebl. This time, Hiebl finished second ahead of Bauer, which also gave him second place in the overall classification. Both riders completed the weekend with 42 points.

Balazs Suranyi, Raphael Schneider and Markus Larcher followed behind the leading three. Buschberger also extended his championship advantage and now leads the standings with 193 points, ahead of Rudi Bauer on 167 and Balazs Suranyi on 149.

Close decisions in the G-Cup and youth classes

The remaining classes also delivered close and competitive racing. In the 85cc category, only one point separated the first five riders in the final standings. Sebastian Schnaitmann took the overall victory with 41 points. Mark Szabo, Isa Neurauter, Lukas Kraus and Martin Hollas all finished on 40 points, with the results of the second race deciding their final positions.

Max Hönigsberger remained unbeaten in the 65cc category, winning both races. Aron Sitran and Matej Hollas completed the podium with 42 points each. In the 50cc class, David Mayregger took the overall victory ahead of David Kirchpal and Dominik Szibilla.

Maximilian Probst dominated the Amateur Beginner category with two victories, while Martin Wasinger achieved the same perfect result in Amateur Elite. Christopher Steiner won both S3 Junior races. Johann Schruf claimed the Street category and also finished third in U50 Gentlemen. Florian Eder won U40 Crazy Old Boys and added second place in the Street classification.

Father and son united by the same passion

Alessio and Aron Sitran from Italy contributed one of the weekend’s most personal stories. Riding with number 47, Aron secured second place overall in the 65cc category. His father Alessio competed as number 45 in the Street class, finishing fourth in both races and fourth overall with 38 points.

Alessio Sitran is the founder of SPS Factory and is responsible for the design and development of its components. Feedback and practical experience from supported teams and riders are incorporated directly into the development process. The Italian company specialises in Supermoto conversions, including triple clamps, radial fork feet, wheels, braking systems and a wide range of additional components.

Aron’s KTM 65 SX competed in Bad Fischau with two 12-inch wheels and an upgraded braking system. Alessio’s Ducati 450 Desmo MX featured a significantly more comprehensive setup: Öhlins by Andreani suspension, SPS triple clamps, a complete SPS-Biting dual-disc braking system, an adjustable SPS Supermoto linkage, titanium hardware and two-tone Alpina wheels – all combined with the original engine.

“Every detail is studied, tested and approved before it goes into production. Everything must perform and improve the bike’s performance in its Supermoto configuration,” Alessio explains.

For him, however, sharing the experience with his son is even more important than the technology:

“It is fantastic to be able to race alongside him, to watch him grow and to share the same passion. Above all, it shows that fighting and giving your all always leads to great satisfaction and results.”

The event in Bad Fischau also made a lasting impression on the Sitran family. Alessio described the weekend as welcoming, family-friendly and perfectly organised. The warm reception made them feel at home, while the passion within the Austrian Supermoto community encouraged them to consider participating in further rounds of the championship.

Austria’s junior riders set their sights on the world stage

The weekend in Bad Fischau also represented another important step towards a major international challenge for three of Austria’s leading young riders. Austria is expected to be represented in the junior competition at the 2026 Supermoto of Nations by Christoph Steiner (#281), Luca Schnaitmann (#17) and Leon Heinzl (#20).

All three riders have established themselves among the leading talents of Austrian Supermoto. Steiner secured the Austrian S3 Junior Championship title in 2025, while Schnaitmann and Heinzl have also consistently competed at the front of the junior field.

Their current strength was once again evident in Bad Fischau. Steiner won both S3 Junior races and claimed the overall victory with the maximum score of 50 points, while Heinzl completed the podium in third place.

The Supermoto of Nations will take place in St. Wendel, Germany, on 26 and 27 September 2026. On the demanding street circuit, the Austrian selection will compete against the world’s leading national Supermoto teams. For Steiner, Schnaitmann and Heinzl, it will be an opportunity to demonstrate their abilities together on the international stage.

GRIPcapture wishes the Austrian junior team every success in this special challenge!

A weekend that represents the spirit of Supermoto

Bad Fischau once again demonstrated what makes Supermoto special: speed and precision on the circuit, technical passion away from it and a community in which young talents, amateur competitors and experienced riders share the same race weekend.

Special thanks go to the entire organising team, the marshals, volunteers, timekeepers, teams and everyone involved for ensuring a smooth event despite the demanding summer conditions.

Overall results – Top 3 in every class

50cc

  1. David Mayregger – 47 points
  2. David Kirchpal – 42 points
  3. Dominik Szibilla – 41 points

65cc

  1. Max Hönigsberger – 50 points
  2. Aron Sitran – 42 points
  3. Matej Hollas – 42 points

85cc

  1. Sebastian Schnaitmann – 41 points
  2. Mark Szabo – 40 points
  3. Isa Neurauter – 40 points

Amateur Beginner

  1. Maximilian Probst – 50 points
  2. Florian Kirchpal – 42 points
  3. Manuel Kienbichl – 40 points

Amateur Elite

  1. Martin Wasinger – 50 points
  2. Roman Pruckner – 44 points
  3. Kevin Zahorak – 40 points

S1 Austrian Championship

  1. Andreas Buschberger – 50 points
  2. Thomas Hiebl – 42 points
  3. Rudi Bauer – 42 points

S3 Juniors

  1. Christopher Steiner – 50 points
  2. Zoltan Kovacs – 44 points
  3. Leon Heinzl – 40 points

Street

  1. Johann Schruf – 50 points
  2. Florian Eder – 44 points
  3. Markus Braun – 38 points

U40 Crazy Old Boys

  1. Florian Eder – 50 points
  2. Andreas Koller – 44 points
  3. Reinhard Kürner – 40 points

U50 Gentlemen

  1. Heinz Hochreiter – 47 points
  2. Josef Toyfl – 42 points
  3. Johann Schruf – 38 points